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MediGene Marketperformer


22.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von MediGene (WKN 502090) mit Marketperformer ein.

MediGene sei ein produktorientiertes Unternehmen mit einem zu Beginn sehr hohen Kapitalbedarf für die Entwicklung und die Testphasen von Medikamenten. Die ersten Erlöse aus neuen Medikamenten würden erst nach der Markteinführung fließen. Von der Entdeckung einer potenziellen therapeutischen Substanz bis zur Markteinführung könnten bis zu 10 Jahre vergehen. Nach Markteinführung der Produkte sei jedoch mit hohen Gewinnmargen zu rechnen. Einige Produkte von MediGene würden bereits klinisch erprobt.

MediGene konzentriere sich derzeit auf die Entwicklung von Medikamenten zur Heilung von Tumorerkrankungen. Um den hohen Kapitalbedarf abzufedern, verfolge das Unternehmen ein duales Geschäftsmodell: Die kurz- und mittelfristige Generierung von Erträgen werde durch den Abschluss von Entwicklungskooperationen sowie die Auslizenzierung von potenziellen Zielmolekülen (Ansatzpunkte für Medikamente) ermöglicht. Durch die eigene Wirkstoffentwicklung und anschließende Vermarktung mit Partnern würden langfristig Erlöse erzielt.

MediGene habe derzeit sechs Medikamente in verschiedenen Entwicklungsstadien. Nach dem Scheitern des ehemals hoffnungsvollen Kandidaten Etomoxir ziehe sich das Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Herz-Kreislauf-Forschung zurück. Der Bereich solle ausgegliedert werden. Als erster Partner habe Evotec OAI mit einem Anteil von 15% gewonnen werden können. MediGene erhoffe sich durch die Ausgliederung jährliche Einsparungen von bis zu 8 Mio. Euro.


Künftig wolle sich das Unternehmen auf die Erforschung von Wirkstoffen im Tumor-Bereich konzentrieren. Erste Tests in der klinischen Phase bei einem Medikamentenkandidaten zur Behandlung von Lebermetastasen seien positiv ausgefallen. Das jährliche Spitzenumsatzpotenzial werde auf 200 Mio. USD geschätzt. Bei einem weiteren Wirkstoff, der sich in der Phase 1b/2 befinde, sei durch die FDA der Orphan Drug Status gewährt worden. Dadurch erhalte MediGene unter anderem exklusive Vermarktungsrechte in den USA für sieben Jahre nach Marktzulassung und die Möglichkeit, sich um Forschungsförderung zu bewerben. MediGene verfüge im Vergleich zu den anderen deutschen Biotechnologieunternehmen über die am weitesten fortgeschrittene klinische Produktpipeline.

MediGene habe einen Rückschlag bei der Vermarktung des Krebsmedikaments Leuprogel erlitten. Der Vertragsabschluss verschiebe sich von Ende 2002 in das kommende Jahr, ebenso die damit verbundenen Erfolgszahlungen. Die Markteinführung werde nun für Mitte 2003 erwartet. Im dritten Quartal 2002 sei der Betriebsverlust (EBIT) von 5,1 Mio. Euro um 75% auf 8,9 Mio. Euro gestiegen. Der Umsatz sei von 3 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro zurückgegangen, während die Forschungsaufwendungen um 28% auf 7,4 Mio. Euro zugelegt hätten.

Auf Neunmonatsbasis habe sich der EBIT-Verlust deutlich verbessert, da im Vorjahr noch Einmalabschreibungen in Höhe von 86,5 Mio. Euro angefallen seien. Zum Quartalsende habe das Unternehmen über 57 Mio. Euro flüssige Mittel verfügt. Der monatliche Netto-Cashverbrauch habe im dritten Quartal auf 2,7 Mio. Euro reduziert werden können. Für das Gesamtjahr 2002 werde ein Fehlbetrag von bis zu 40 (bisher 35) Mio. Euro erwartet. Detaillierte Umsatz- und Gewinnprognosen für 2003 sollten erst Ende des ersten Quartals 2003 genannt werden.

Die Medikamentenentwicklung sei mit erheblichen Chancen aber auch Risiken verbunden. sinnvoll erscheine die Wahl des dualen Geschäftsmodells. MediGene sei das erste deutsche Biotechnologieunternehmen, das einen Zulassungsantrag für ein Medikament eingereicht habe. Finanzstarke Pharmaunternehmen hätten das Know-how von MediGene durch Allianzen für gut befunden. Die Höhe der liquiden Mittel sei positiv zu beurteilen. Nach dem Rückschlag bei Etomoxir sei die Partnersuche der strategisch richtige Schritt. Die Produktpipeline sei mit weiteren aussichtsreichen Kandidaten gut gefüllt.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen die neutrale Einschätzung der MediGene-Aktie.




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